Samhathi

aus dem Sanskrit: „Ein Ort, wo Menschen guten Willens zusammen kommen“

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    Zielgebiet

    Samhathi – mit Sitz in Mararikulam – hat seinen Wirkungsbereich in
    Kerala/Südindien im Küstengebiet zwischen Kochi und Alleppey.
    Der südwestlichste Bundesstaat Indiens verfügt über 39.000 km2
    (weniger als die Hälfte Österreichs) und 32 Mio Einwohner (fast
    4x Österreich)

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    Multi-Kulti-Kerala

    Kerala ist der ideale Ausgangsort, um gesellschaftliche Veränderungen in Indien zu initiieren. Mit 19% Christen (Indien 2,3%), 25% Moslems (Indien 13,4%) und nur 56% Hindus (Indien 80,5%) ist Kerala DER multireligiöse Staat im Indischen Umfeld.

     

    Der Grund: Das heutige Kerala war durch seinen weltweiten Gewürzhandel (von den Römern über die Araber bis nach China) über 2 Jahrtausende lang Indiens Tor zur Welt und hatte so permanenten Kontakt zu fremden Kulturen und Religionen die sich häufig mit den eigenen vermischten.

     

    Das Christentum erreichte Kerala bereits im 1. Jahrhundert – der Legende nach durch den Apostel Thomas – vermutlich aber erst durch seine Jünger, die in Südindien missionarisch tätig waren und dort den ersten Bischofssitz gründeten.  Die sogenannten Thomaschristen gehörten (und gehören) mehrheitlich der oberen sozialen Schicht an. Die unteren sozialen Schichten wurden viel später durch die Kolonialherrn (zwangs)missioniert.

     

    Während der Norden Indiens durch Eroberung der Persischen Mogule – die dort bis ins 17. Jahrhundert herrschten – islamisiert wurde, passierte auch das in Kerala auf friedlicher Basis durch den regen Gewürzhandel mit der arabischen Welt.

     

    Diese historisch freiwillige Multireligiosität führt zwangsläufig zu mehr Offenheit – religiös, gesellschaftlich und politisch.

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    Der sanfte Marxismus in Kerala

    Auch politisch ist Kerala einzigartig: es ist das erste Land der Welt, das 1957 – knapp nach der Unabhängigkeit Indiens – frei und demokratisch eine kommunistische Regierung gewählt hat. Das hat sich auf den jungen Staat und speziell seine arme Bevölkerung durchaus positiv ausgewirkt.

     

    In der Landreform 1962 wurden die Großgrundbesitzer teil-enteignet, die am Land lebenden Familien erhielten kleine Grundstücke in Schrebergarten Größe.
    Allgemeine Schulpflicht und Kinderarbeits-Verbot wurden früher durchgesetzt als im Rest Indiens. Deshalb liegt die Alphabetisierung in Kerala mit 94% weit über dem Durchschnitt Indiens (60%). Inzwischen wechseln sich Kommunisten und Kongresspartei regelmäßig ab. Und – es wäre nicht Kerala, wären dort nicht auch die Kommunisten anders: Religion und Partei stellen keinen Gegensatz dar.

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    Armut in Kerala

    Obwohl Kerala im innerindischen Vergleich über eines der best entwickelten Sozial- und Gesundheits-Systeme verfügt, hat es die Regierung bislang nicht geschafft, ausreichend gegen die Armut anzugehen. Noch immer leben Millionen von Menschen in bitterer Armut und werden durch keines der öffentlichen Sicherungssysteme gestützt. Ca. 20% der Bevölkerung (= 7 Mio) leben von weit weniger als 1 € pro Tag.

     

    Zu dieser Gruppe zählen vor allem die Fischerfamilien in den Küstengebieten.
    Durch den industrialisierten Hochsee Fischfang wurde die Fischpopulation an der Küste dramatisch minimiert, was den Fischern ihrer Jahrhunderte lange Lebensgrundlage beraubt hat. Zusätzlich hat sich das Ökosystem in den Gewässern an der Küste und in den Backwaters vom Tsunami 2004 noch nicht erholt.

     

    Viele der Fischerfamilien sind dadurch in große Armut geraten. Männer wie Frauen versuchen als Gelegenheitsarbeiter das blanke Überleben ihrer Familien zu ermöglichen.
    Genau diese Familien sind es, die Samhathi mit seinen Projekten betreut, um sie aus ihrer Armut zu befreien und ihnen und ihren Kindern eine Perspektive für die Zukunft zu geben.